Mons - Energieberatung


 

Erkennung, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzbelastungen:

 

 


Wo kommt der Schimmelpilz her?

Schimmelpilzsporen sind immer und überall in unserer Umgebung vorhanden. Sie schweben ständig in der Raumluft und der Außenluft in unterschiedlichen Konzentrationen.

Das einzige Medium das ihnen fehlt um auszukeimen und einen Schimmelrasen zu entwickeln ist Wasser.

Dieses Wasser können sie sich unter bestimmten Randbe- dingungen aus der Luftfeuchte holen.

 


Welche Bedingungen benötigen Schimmelpilze?

In erster Linie siedeln Schimmelpilze an Stellen, an denen Wasser in flüssiger Form  vorkommt. Dies geschieht zum Beispiel bei der Kondensation der Luftfeuchte an kalten Oberflächen.

Seit Mitte der 90er Jahre weiß man zudem, dass sogar
schon der Anstieg der relativen Luftfeuchte auf 80% und
das länger als ca. 6 Stunden pro Tag in der Nähe poröser Oberflächen ausreicht, damit die Sporen auskeimen (sog. Kapillarkonden- sation).

 

 

 

Wie kommen diese Bedingungen zustande?

Hierzu zählen viele Einflussfaktoren, die zum einen gebäude- bedingt, zum anderen aber auch nutzerbedingt sein können.

 

 

 

Gebäudebedingte Ursachen:

Zum Beispiel eindringendes Wasser von außen, aufsteigende Feuchte, undichte Wasser- oder Abwasserleitungen etc.


Der Feuchtegehalt der Raumluft:

Diese wird maßgeblich vom Nutzer bestimmt. Zum einen über die Wasserdampfproduktion (Anzahl der Bewohner, Kochen, Duschen, Haustiere, Pflanzen, Aquarien, Wäschetrocknen in
der Wohnung, Bügeln mit Dampfbügeleisen etc.).

Auf diese Art und Weise produziert ein Vierpersonenhaushalt zwischen 10 -15 Liter Wasser pro Tag!


Lüftungsverhalten:

Der täglich produzierte Wasserdampf muss weggelüftet
werden, weil dieser ansonsten auch in bestgedämmten
Häusern kondensieren würde.

Die bei gut gedämmten Gebäuden erforderliche Lüftungs- strategie ist die 3 bis 4- malige Quer- oder Stoßlüftung
pro Tag.

Die Wasserdampfabfuhr erfolgt ausschließlich über die Wohnungslüftung. Wasserdampf geht nicht durch Wände
und Wände können nicht atmen!

Alleine ausreichendes Lüften ist für die Wasserdampfabfuhr ausschlaggebend. Lüften ist auch sinnvoll wenn es draußen regnet, denn der mögliche Wasserdampfgehalt der Luft ist
stark temperaturabhängig.

So enthält zum Beispiel 1m³ kalte Außenluft von 10°C und
80% rel. Feuchte 7,5g Wasserdampf /m³. Wird diese Luft
im Raum auf 20°C erwärmt, kann diese immer noch 7g
Wasserdampf /m³ aufnehmen.

Bei ganz kalter und trockener Winterluft (-5°C / 50% rel.
Feuchte) enthält die Luft noch 1,6g / m³ Luft und kann somit
12g Wasserdampf / m³ abtransportieren.

Aus diesem Grund ist das Lüften in der kalten Jahreszeit effektiver. Das heißt aber auch, dass im Herbst und Frühjahr verstärkt gelüftet werden muss!


Heizverhalten:

Die Wohnung ist ausreichend zu heizen und zwar in jedem
Raum. Nur wenn die frische Außenluft aufgeheizt wird, kann diese Wasserdampf aufnehmen und beim nächsten Lüften
mit nach draußen nehmen.

Zudem führt ausreichendes Heizen der Räume zu höheren Oberflächentemperaturen der Außenbauteile und somit zur Verminderung der Gefahr zur Kondensation der Raumluft-
feuchte.


Wie kann die Kondensation und Schimmelbildung vermieden werden?

Bei heutigen Neubauten wird von einem Nutzer ausgegangen, der das Raumklima von 20°C und 50% rel. Feuchte aufrecht-
erhält.

Für die Außenwand eines Gebäudes ist dann ein Mindest-
wärmedurchlasswiederstand von R=1,2m²K/W an jeder
Stelle einzuhalten.

Da bestehende Altbauten diesen Wärmeschutz meist nicht einhalten können (meist R<0,55 m²K/W), ist in diesen Ge-
bäuden gemäß aktueller Rechtsprechung eine entsprechend
niedrige Luftfeuchte zu gewährleisten.

Diese muss durch vermehrtes Heizen und Fensterlüften oder den Einbau einer Lüftungsanlage zur kontrollierten Be- und Entlüftung geschehen.


Warum haben Altbauten früher trotzdem funktioniert?

Die Fenster waren schlechter, sodass zu feuchte Luft an den sehr viel kälteren Scheiben kondensiert ist und nicht an den kalten Außenwänden.

Durch die undichten Fensterfugen war ein höherer Luftaus-
tausch vorhanden. Einzelöfen haben die Raumluft zur Ver-
brennungsluft als Verbrennungsluft benötigt und die Wohn-
ung somit automatisch entfeuchtet.

 
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